Burkhard Klahr, Jahrgang 1965, wurde in Wissen an der Sieg in Rheinland Pfalz geboren. Zunächst hatte ich überhaupt kein Interesse an der Fotografie. Vielleicht lag es daran, dass ich als Kind und Teenager ständig auf Vaters Bildern eine gute Figur machen sollte. Erschwerend kam hinzu, dass ich keinen Bewegungsdrang verspürte, aber regelmäßig mit nach Österreich und in die Schweiz reisen musste. Wandern und leichtes Klettern waren meine schlimmsten Albträume, denen ich mich kaum entziehen konnte. Fotografieren hatte somit einen negativen Beigeschmack bekommen und konnte keinerlei Begeisterung hervorrufen. Erst als ich nicht mehr in die Berge fahren musste, konnte ich mit der notwendigen Distanz neue Reiseziele entdecken und andere Perspektiven der analogen Fotografie kennen lernen. Der richtige Durchbruch sollte dann 1990 mit der ersten großen Reise nach Australien und Neuseeland kommen. Seit dieser Zeit befasste ich mich intensiv mit meiner Fotoausrüstung, lernte die Techniken der Belichtung und schrieb zunächst die Landschaftsfotografie auf meine Fahnen. Es dauerte nicht lange, bis das Knipsen meine Leidenschaft wurde. Mit den Jahren erweiterte ich mein Spektrum zur Architektur, Porträt und Tierfotografie. Ich musste ja auch den Vater beerben, da er sich auf das Filmen konzentrieren wollte. Neben der Kleinbildfotografie entdeckte ich das Mittelformat für mich. Große Dias zum Anfassen und in bestechender Qualität, sollten parallel entstehen, um später Panoramabilder zu erzeugen. Schon damals wollte ich nicht nur drauf halten, sondern kreativ sein und mit Licht und Schatten experimentieren. In der Mittagszeit ruhte ich mich aus und im ersten Morgenlicht und letzten Abendlicht entstanden fast alle Bilder. Der Kontrast, die Farben und Stimmungen einzufangen, machte regelrecht süchtig. In den Jahren 1991 bis 1995 machte ich mich selbstständig, ging Monate auf Reisen und produzierte aus dem Bildmaterial Diavorträge, die in ganz Deutschland präsentiert wurden. Noch heute zeige ich Vorträge, allerdings in digitaler Beamertechnik, nachdem ich mich schweren Herzens seit 2012 langsam aus der analogen Fotografie verabschiedete.
